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Auf der Elbe wurde eine Eisente gesichtet: nach mehr als 100 Jahren

Böhmische Schweiz, 5. 3. 2018 – Auf der Elbe bei Děčín ist eine ornithologische Rarität entdeckt wurden. Eine Eisente wurde am Samstag, dem 3. März 2018 von dem Mitglied des Ornithologischen Verbands der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz Jiří Rubeš beobachtet und fotografisch dokumentiert. Die Eisente ist eine kleine Meerente, die gewöhnlich in den nördlichen Breiten, von Island bis in den Nordwesten Russlands, vorkommt. Die Fachliteratur erwähnt nur zwei Beobachtungen der Eisente im Gebiet der Böhmischen Schweiz. Erstmals 1897 am Zusammenfluss des Eulabachs (Jílovský potok) mit der Elbe und das zweite Mal im Jahr 1912, als sie bei Tisá erlegt wurde. Nun gelang es, den seltenen Besuch nach 106 Jahren wieder zu dokumentieren.

„Die Elbe bietet den Wasservögeln in der Winterzeit eine von wenigen Möglichkeiten zu überwintern, da die Oberflächen der Teiche und Seen zufrieren“, sagt Pavel Benda, Leiter der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz, und fügt hinzu: „Gerade weil die Wasservögel im Winter zur nicht zugefrorenen Elbe ziehen, können wir die Vogelwelt besser verfolgen. Auch deshalb ist die Elbe als Lebensraum für die Vögel von großer Bedeutung, nicht nur lokal, sondern auch europaweit.“

Die regelmäßigen ornithologischen Beobachtungen ermöglichen es, die Anzahl relativ häufiger sowie weniger gewöhnlicher Wasservögel abzuschätzen. Dabei ermöglicht die Entwicklung ihrer Populationen häufig weitere Schlussfolgerungen über den Zustand und die Qualität des natürlichen Milieus. Im Rahmen dieser Beobachtungen werden gelegentlich sehr seltene Arten vermerkt. So beobachteten die Ornithologen 2017 z.B. die Bergente, ebenfalls aus der Familie der Entenvögel, und das erstmals seit 1967.


Seltener Besuch aus dem Norden auf der Elbe bei Děčín: Die Eisente, eine kleine Meerente. Foto: Jiří Rubeš

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