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Die Arbeiten auf der Felsenburg Falkenštejn sind beendet, nun wird auf die Abnahme gewartet

Böhmische Schweiz, 15.11.2017 – In der zweiten Novemberwoche wurden die Bauarbeiten, um die Felsenburg Falkenštejn bei Jetřichovice im Nationalpark Böhmische Schweiz zugänglich zu machen, beendet. Die Konstruktion der zugänglich gemachten Felsenburg, die gleichzeitig unter Denkmalschutz steht, ermöglicht einen sicheren Zugang zur Burg und auf ihren Gipfel, und schützt sie gleichzeitig gegen die Erosion, die durch Besucher bewirkt wird. Die Burg wird nach der Abnahme durch das Bauamt für die Besucher geöffnet.

Die Felsenburg Falkenštejn war schon früher ein häufig aufgesuchtes Objekt. Um die Sicherheit zu erhöhen, den Einfluss der Erosion zu minimieren und die archäologischen Schichten auf dem Gipfel zu schützen, strebte die Nationalparkverwaltung schon seit 2009 eine Lösung an, die die erwähnten negativen Einflüsse beseitigt und zugleich den Zugang zur Burg für die Öffentlichkeit erhält. Der Lösungsvorschlag entstand in Zusammenarbeit mit der staatlichen Denkmalschutzbehörde, das Geld für die Realisierung des Projektes in Höhe von 7 Millionen Kronen stellte das Umweltschutzministerium im Jahr 2017 bereit.

„Das Ergebnis ist eine einzigartige Lösung, bei der die Konstruktion das Kulturdenkmal nicht beeinträchtigt. Die Stützelemente stehen auf Gummiunterlagen und auch die Treppe im Zugangsspalt ist so an die Wände angebracht, dass es nicht nötig war für die Verankerungselemente zu bohren“, sagt Pavel Benda, Leiter der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz, und fährt fort: „Die ganze Konstruktion ist, wenn ihre Lebensdauer vollendet ist, im Grunde genommen, ohne eine Spur zu hinterlassen, entfernbar. Gleichzeitig schützt sie die kulturellen Schichten auf dem Gipfel für mögliche zukünftige archäologische Untersuchungen.“

Die Reparaturen umfassten auch die Zugangswege zu dem historischen Objekt. Auf einigen erosionsanfälligen Abschnitten wurden ebenfalls Metallleitern errichtet. Ihre Stufen bestehen aus begehbaren Rosten, die rutschfest sind und gleichzeitig das Wachstum der Vegetation unter ihnen ermöglichen. Dank der Bearbeitung des ursprünglichen Zugangsweges entstand ein Rundweg, dessen Zweck es ist den Besucherstrom zu teilen. Diese Lösung öffnet auch den Weg, um dort zukünftig Informations- und Lehrelemente aufzustellen.

Erstmals war der Falkenštejn schon im 19. Jahrhundert durch die Initiative der Fürstin Wilhelmine Kinsky für den Tourismus zugänglich und wurde ein beliebtes Ausflugsziel. In den letzten Jahrzehnten war der Zugang auf den Gipfel nur noch auf schwer deformierten in den Sandstein eingehauenen Treppenelementen möglich, wobei selbst der Gipfel der Felsenburg, einschließlich der archäologischen Schichten, deutliche Schäden durch den Einfluss der Besucher aufwies.


Der Gipfel der Burg Falkenštejn: Die begehbaren Roste schützen den Fels und die kulturellen Schichten des geschützten Denkmals vor Erosion, gleichzeitig ermöglichen sie den Wuchs der Vegetation auf dem Fels. Foto: Václav Sojka

Aufgang zur Felsenburg: Die Zugangsleiter ist so an die Felswände „gespreizt“, dass nicht in das Felsmassiv gebohrt werden musste. Foto: Václav Sojka

Detailaufnahme der Treppenverankerung: Die Montage der Konstruktion verzichtete auf den Eingriff in den Felsen, die Treppe ist in den Spalt „gespreizt“, die begehbaren Roste auf dem Gipfel liegen auf Unterlagen. Das Metall ist durch Gummiunterlagen vom Felsen getrennt. Foto: Tomáš Salov

Der Zugangsweg "hinter dem Sanatorium": Es entstand ein Rundweg beim Zugang zur Burg, die steilsten Abschnitte des neuen Zugangs überbrücken Treppen. Foto: Václav Sojka

Der Rundweg am Fuß des Falkenštejn: Wer auf den Aufstieg auf den Gipfel verzichtet, kann am Fuß um die Felsenburg herumgehen. Foto: Václav Sojka

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