Skrýt nabídku

Die Besiedlungsgeschichte der Böhmischen Schweiz

Die vermutlich ersten Bewohner der Böhmischen Schweiz waren Jäger, Fischer und Sammler vor mehr als 10 Tausend Jahren. Sie zogen in kleinen Gruppen durch die Gegend und bewohnten Felsüberhänge in der Nähe von Wasserquellen. Sie fingen Fische, jagten Hirsche, Elche, Auerochsen und andere Tiere und sammelten Waldfrüchte, zum Beispiel Haselnüsse. Heute zeugen nur kleine Feuersteine, Kohlestücke und Kochgruben von der Anwesenheit dieser ersten Entdecker des Sandsteingebietes.

Nach ihnen war die Böhmische Schweiz lange Zeit über nur spärlich besiedelt. Ab und zu entstand eine kleine, landwirtschaftlich geprägte Siedlung, eine Übergangsfestung oder hin und wieder kam eine Händlerkarawane hier durch. In den Bezeichnungen einiger Orte (Chřibská, Srbská Kamenice u.a.) hören wir noch heute den slawischen Ursprung.


Bild: Ein Feuerstein aus der Steinzeit. Foto:


Zu einer deutlichen Veränderung kam es erst zur Wende des 13. zum 14. Jahrhunderts. Die hiesige Gegend wurde auf Einladung der böhmischen Könige hin von Siedlern aus dem heutigen Gebiet Deutschlands besiedelt. Sie gründeten Dörfer, Felsenfestungen und Gemeinden, die sich durch intensiven Holzeinschlag und Holztrift und -flößerei auszeichneten. An geeigneten Stellen entstanden Wassermühlen und Sägen und es entwickelten sich weitere Handwerke, wie das Teer-, Kohl- und Glashandwerk. An diese Zeit erinnern zahlreiche Funde von Karamikscherben, Werkzeugen, Ofen- und Meilerresten oder von mittelalterlichen Glasstücken.


Bild: Überreste eines Teerofens. Foto:


Die über die Zeit zunehmende Besiedelung und Bewirtschaftung der Region der Böhmischen Schweiz wurde in den Jahren nach 1945 jäh unterbrochen. Die Dörfer Hinterdaubitz und Hinterdittersbach verschwanden gänzlich. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch die Grundmühle / Dolský mlýn an der Kamnitz. Die neu angekommenen Bewohner fanden nur langsam eine Heimatbeziehung zur Region, die über Jahrhunderte zum deutschsprachigen Raum gehörte. Eine Reihe wertvoller Denkmäler verfielen so in den Zeiten des Kommunismus in einen traurigen Zustand.


Bild: Die Grundmühle / Dolský mlýn. Foto:


Glücklicherweise kommt es den letzten Jahren zu einer Wiederbelebung des Interesses an der Geschichte der hiesigen Gegend. Eine neue Generation bemüht sich architektonische und sakrale Denkmäler zu erhalten, zu erneuern und das Kulturleben in den Dörfern zu entwickeln. Auch die Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz ist um einen Beitrag zur Erneuerung verschwundener Felsenkapellen, Kreuze und weiterer Denkmäler, die den Zauber der bewaldeten Sandsteinlandschaft unterstreichen, bemüht. Zu einem der großen Projekte gehört die Rettung des Kulturdenkmals Grundmühle, der ältesten erhaltenen Mühle in der Böhmischen Schweiz (erste Erwähnung bereits 1515). Bei diesen Arbeiten helfen auch viele Begeisterte und Heimatverbundene.


zurück zur Geschichte

 

Naši partneři

Nationalpark Sächsische Schweiz

Park Narodowy Gór Stołowych

EUROPARC Federation