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Die Felsen um Dittersbach / Jetřichovice

Bild: Der Marienfelsen im Winter. Foto: Václav Sojka


Der Fürst Ferdinand Kinský erfreute sich bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an den überwältigenden Aussichten im Gebiet von Dittersbach (Jetřichovice). Seinen Lieblingsfelsen taufte er auf den Namen seiner Frau und ließ auf ihm eine Laube errichten. Genießen auch Sie vom Marienfelsen (Mariina skála) aus das fürstliche Panorama mit den bewaldeten Bergkuppen und abwechslungsreichen Felsformationen des Nationalparks Böhmische Schweiz, den Wipfeln und Bergwiesen des Lausitzer Gebirges und bis hin zu der formenreichen Silhouette des Böhmischen Mittelgebirges. Von jedem der historischen Aussichtspunkte, im Folgenden ausführlicher beschreiben, eröffnen sich reizvolle Ausblicke in die Landschaft.


Bild: Ausblick vom Marienfelsen. Foto: M. Rak


Zur Felsenburg Falkenštejn, die erstmals 1395 schriftlich erwähnt wurde, führte früher eine hölzerne Stiege hinauf. Dort wurden Keramik-Bruchstücke aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts entdeckt und zu den wertvollsten gefundenen Überresten gehört eine Madonna aus Ton aus dem 15. Jahrhundert. Um etwa die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Felsenburg verlassen. Die ersten archäologischen Forschungen wurden bereits im Jahr 1852 angestellt. Heutzutage ist der Zugang zur Felsenburg Falkenštejn äußerst schwierig und man bewundert die Felsen am besten von unten.

Der Große Spitzgen (Velký Ostrý) wurde durch den Fürst Ferdinand Kinský (1834- 1904) in Marienfelsen (Mariina skála), nach seiner Frau Marie Anna (1835- 1905), geborene Prinzessin aus Lichtenstein, umbenannt. Der Fürst ließ im Jahr 1856 auf der Spitze des Felsen eine Laube/ Altan mit einem Fahnenmast nach Vorbild eines griechischen Tempels bauen. Vor der Ankunft der Obrigkeit wurde auf dem Gipfel (427 m) eine große Fahne mit dem Wappen der Kinský gehisst. Die gegenwärtige Form des Altans stammt aus dem Jahr 2006, da die vorangegangene Laube durch einen Brand- von Wildcamper ausgelöst- am 9. September 2005 zerstört wurde. Im Jahr 2010 wurde in der Laube ein Bild mit dem Porträt der Fürstin Marie Kinský von Ivo Švejnoha aus Kytlice und mit finanziellen Mittel der Nationalparkverwaltung angefertigt.

Bereits in den frühen Zeiten des Tourismus wurde der monomentale Felsüberhang Balzers Lager (Balzerův tábor) häufig besucht. Die volkstümliche Tradition verbindet mit diesem Winkel den Namen eines Führers der Bewohner, die sich hier in Zeiten des 30. Jährigen Krieges zusammen vor der Schwedischen Armee versteckt haben sollen. Höchstwahrscheinlich jedoch hängt der Name mit der Jagd auf Auerwild und der Balz der Auerhähne zusammen. Zudem finden sich dort aus den Felsen herausgemeißelte Innschriften aus den Jahren 1632 und 1856. Die Tafel von 1856 ließ der Forstmeister Ferdinand Bund aus Rennersdorf (Rynartice) mit der Innschrift: „Wer ist Meister? Der, was ersann. Wer ist Gesell? Der, was kann. Wer ist Lehrling? Jedermann“ anfertigen. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier in der Haupt-Tourismussaison Erfrischungen verkauft. Die Getränke für die Besucher wurden in verschließbaren Felsnischen unter dem Überhang gekühlt.


Bild: Winterliche Aussicht von der Wilhelminenwand. Foto: Václav Sojka


Nach einem kurzen Anstieg von Balzers Lager eröffnet sich Ihnen der anmutige Anblick der Felsszenerie der Wilhelminenwand (Vilemínina stěna). Der Aussichtspunkt auf dem Felsvorsprung - ursprünglich mit dem Namen Schwarze Wand (Černá stěna)- wurde im Jahr 1825 ausgebaut und nach der Fürstin Wilhelmina Kinský, geborene Gräfin Colloredo-Mannsfeld (1804-1871) und Gattin des Fürsten Rudolf Kinský, benannt. Die Gestalt der Aussichtslaube/ Altan hat sich über die Zeit mehrmals verändert. Im Jahr 2011 ließ die Nationalparkverwaltung für diesen Ort ein Porträtbild der Wilhelmina Kinský von Ivo Švejnoha aus Kytlice anfertigen.


Bild: Abend am Rudolfsstein. Foto: Zdeněk Patzelt


Der Rudolfsstein (Rudolfův kámen) mit einer Höhe von 487 Meter bietet einen herlichen Rundblick über die ganze Böhmische Schweiz. Er hatte früher die Bezeichung Hohen Stein (Vysoký kámen) inne. Dort stand der älteste Aussichtsturm/ Atlan von Dittersbach, der vermutlich bereits im Jahr 1824 gebaut wurde, nachdem der Fürst Rudolf Kinský bei einer Wanderung diesen Felsen bestiegen hatte. Einer der Erbauer der Zustiegstreppe war der Forstarbeiter und Feuerwehmann Johann Ramisch von Dittersbach, der dieses Gebäude auch als Beobachtungspunkt für Waldbrände in trockenen Sommer nutzte. Der Altan wurde mehre Male rekonstruiert, die größte Rundum- Erneuernung fand im Jahr 1874 statt. Im Jahr 2010 brachte die Nationalparkverwaltung im Inneren des Atlans das Poträt des Fürsten Rudolf Kinský an, nach dem der Felsen bennant wurde. Der Autor des Porträts ist Ivo Švejnoha aus Kytlice.


Bild: Der Marienfelsen mit den Wäldern in Herbstfärbung. Foto: Václav Sojka


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