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Die Nationalparkverwaltung macht die Felsenburg Falkenstein zugänglich

Böhmische Schweiz, 16.10.2017 – Nach mehreren Jahren Vorbereitung begannen am 31. August 2017 die Arbeiten, um die Felsenburg Falkenštejn im Nationalpark Böhmische Schweiz unweit von Jetřichovice zugänglich zu machen. Da das Terrain schwer zugänglich ist, mussten die Baumaterialien mit dem Hubschrauber dahin gebracht werden.

Der derzeitige Zugang auf den Felsvorsprung, auf dem im Mittelalter eine Felsenburg stand, ist für die Besucher sehr gefährlich. Deshalb entschied sich die Nationalparkverwaltung vor einigen Jahren, den Zustieg instand zu setzen. Das Projekt wird schon seit 2009 dokumentiert. Die eigentliche Umsetzung wurde jedoch durch einen Mangel an Finanzen verhindert. Eine gewisse Komplikation gab es auch durch die Tatsache, dass die Burg unter Denkmalschutz steht. Letztendlich bekam die Nationalparkverwaltung Geld vom Umweltministerium und es gelang auch, mit den Denkmalschützern die endgültige Form des Projektes abzusprechen, so dass dem Vorhaben nun nichts mehr im Wege steht.

Im Rahmen des Projektes, das knapp 7 Mio. Tschechische Kronen kostet, werden neue Stahltreppen, Durchgänge und Geländer montiert. Gleichzeitig entsteht ein kleiner Rundwanderweg, da auf den Gipfel zwei Wege führen, wo von einer nur für den Aufstieg und der andere nur für den Abstieg bestimmt sein wird. „Mit dem zugänglichen Felsvorsprung mit den Resten der Burg entsteht ein neues Touristenziel im Randgebiet des Nationalparks. Das stimmt mit unserer Philosophie, den Besuchern Ausflugsziele in der Nähe der Orte an der Grenze des Nationalparks zu bieten, überein“, sagt Richard Nagel, Leiter der Abteilung der Öffentlichkeitsarbeit der Nationalparkverwaltung und fügt hinzu: „Die gesamten Arbeiten werden bis zum 30. November diesen Jahres beendet sein. Wir rechnen damit, dass wir den Besuchern den Zugang zur Burg im Frühling nächsten Jahres im Rahmen der Eröffnung der Touristensaison vorstellen können.“

Die Felsenburg Falkenštejn befindet sich knapp einen Kilometer nordöstlich der Gemeinde Jetřichovice. Sie entstand im 14. Jahrhundert als Verwaltungszentrum des Besitztums des Adelsgeschlechts von Michalovice und zum Schutz des Handelsweges aus Meißen und der Lausitz. Die letzte schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1457. Kurze Zeit später wurde sie verlassen. Von Neuem wurde sie erst zu Beginn der Romantik im 19. Jahrhundert als Ausflugsziel aufgesucht. Bis heute sind dort Reste von den in die Felsen gehauenen Gemächern und Wasserzisternen erhalten. In der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert fanden hier intensive archäologische Forschungen statt. Zu den wertvollsten Funden gehört die sogenannte „Falkensteinmadonna“ – eine kleine Tonstatuette wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert.


Das Baumaterial wurde mittels Hubschrauber auf den Gipfel des Felsens beförfert. Foto: Václav Sojka

Insgesamt 40 Tonnen Baumaterial mussen zur einstigen Felsenburg gebracht werden. Foto: Václav Sojka

 

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