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Die Zonierung im Nationalpark

Die Zonierung des Nationalparks ergibt sich aus der gültigen Fassung des Gesetzes Nr. 114/1992 Sb. über den Natur- und Landschaftsschutz. Die Zonierung im Nationalpark Böhmische Schweiz wurde durch die Verordnung Nr. 118/2002-die Abgrenzung der Zonen des Naturschutzes im Nationalpark Böhmische Schweiz vom 22.3.2002- durch das Umweltministerium der Tschechischen Republik erlassen.

Die Zonierung entspricht dem Wert der Natur, deren Verletzlichkeit und Gefährdung und hat keinen unmittelbaren Bezug zu dem Management des Gebietes. Diese Zonierung des Nationalparks im kurzfristigen Maßstab statisch, im langfristigen Maßstab reagiert sie aber auf Tendenzen in der Gefährdung des Gebietes. Aus diesen Gründen hat die Zonierung des Nationalparks Böhmische Schweiz keinen Zielzustand, sondern die gegenwärtige Zonierung entspricht dem aktuellen Bedürfnis des Gebietsschutzes.

Die Gliederung der Zonen richtet sich nach folgenden Kriterien:

  • Repräsentativität aus geologischen, geomorphologischen Standpunkten und Gesichtspunkten der biologischen Vielfalt (Biodiversität)
  • Grad der Naturnähe der Waldbestände
  • Anknüpfung an die Zonierung des Nationalparks Sächsische Schweiz
  • Lenkung von Entwicklungstrends der Nutzung der Landschaft, wie beispielsweise die Beruhigung von weiteren wertvollen und störungsempfindlichen Flächen 

Die Fläche des Nationalparks ist in drei Zonen, mit der I. Zone mit höchsten Grad des Naturschutzes und mit der III. Zone mit dem niedrigsten Grad, gegliedert.

I. Zone

Die I. Zone macht 21% der Fläche des Nationalparks Böhmische Schweiz aus und repräsentiert vorwiegend die Waldbestände, welche durch natürliche oder naturnahe Zustand auszeichnen. Hier werden die Ökosysteme mit der höchsten biologischen und geologisch-geomorphologischen Vielfalt umfasst. In der I. Zone sowie in der II. Zone, werden sofern notwendig lokal Eingriffe in den Wald, wie beispielsweise zur Beseitigung von einzelnen invasiven Arten vorgenommen.
Die I. Zone setzt sich aus sieben Teilflächen zusammen: 1. Pravčická brána – Kozí důl 2. Soutěsky Kamenice, 3. Soutěsky Křinice – Pryskyřičný důl, 4. Růžák, 5. Větrovec – Mlýny, 6. Babylon – Goliště, 7. Bílý potok

II. Zone

Die II. Zone umfasst 78% der Nationalparkfläche und ist fast ausschließlich von Wald bedeckt. Der Großteil der Wälder wurden in der Vergangenheit – in verschiedener Intensität- forstwirtschaftlich genutzt. Das Ziel der gegenwärtigen Eingriffe in den Wald ist es, einen naturnahen Zustand der Wälder mit ursprünglicher Artenzusammensetzung und -struktur wiederherzustellen (mehr dazu finden Sie hier: Nutzungsgeschichte der Wälder & Waldmanagement). Die genaue Fläche der II. Zone kann anhand der untenstehenden Zonierungskarte eingesehen werden.

III. Zone

Die III. Zone nimmt lediglich 1% der Nationalparkfläche ein. Dazu gehören bebaute Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden und landwirtschaftliche genutzte Flächen. Die III. Zone bilden zwei Enklaven im Nationalpark: die Ortschaft Mezná zusammen mit dem Ortsteil Mezní Louka als größere Enklave und als kleinere Enklave das Hotel Zámeček mit Umgebung bei Vysoká Lípa.


Die Zonierungskarte des Nationalparks Böhmische Schweiz,
auch zum Herunterladen (1MB)


Im Zeitraum des gültigen Pflegeplans ist es in Hinsicht auf den gegenwärtigen Nutzungszustand des Nationalparks nicht erforderlich eine Änderung der Zonierung vorzunehmen. Die Notwendigkeit die Zonierung aus Gründen der Beruhigung weiterer Flächen des Nationalparks zu ändern, kann durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden, vornehmlich durch eine übermäßige Zunahme der Besucherzahl.


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