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Hohenleipa / Vysoká Lípa & Schauenstein / Šaunštejn

Bild: Hohenleipa / Vysoká Lípa mit Rosenberg im Hintergrund. Foto: Václav Sojka


Der Ort Hohenleipa (Vysoká Lípa) liegt am südlichen Rand des Nationalparks und dehnt sich über den östlichen Teil des Schloßberges (Zámecky vrch) aus. Es ist eine der ältesten Ansiedlungen der ganzen Böhmischen Schweiz. Noch heute finden sich im Ort Häuser, die bis zum Jahre 1620 zurückreichen und zahlreiche Umgebindehäuser in ihrem Ursprungszustand erhalten blieben. So verwundert es kaum, dass Hohenleipa zum Gemeinde- Denkmalschutzgebiet im Jahr 1995 erklärt wurde. Aus diesem Grunde und aufgrund der schönen Lage mit herrlichen Aussichten ist Hohenleipa ein beliebtes Ausflugsziel.


Bild: Schauenstein / Šaunštejn mit Hohenleipa im Hintergrund. Foto: Václav Sojka


Unweit des Ortes Hohenleipa liegt die Felsenburg Schauenstein (Šaunštejn), die auch Hohenleiper Raubschloss genannt wird. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert zum Schutz des Handelsweges „Alte Böhmstraße“ von den Berken aus Duba bei Lípa erbaut. Ab 1435 gehörte sie den Wartbergern, die diese Felsenburg als Stützpunkt für ihre Raubzüge verwendeten. Im 15. Jahrhundert wurde die Burganlage mehrmals von den Wettinern und von dem Oberlausitzer Sechsstädtebund belagert und schließlich zerstört.


Bild: Der Zugang zur Felsenburg Schauenstein. Foto: J. Laštůvka


Heutzutage sind von der Burganlage nur noch wenige Reste erhalten. So lassen sich noch die Fundamente der hölzernen Aufbauten und einige aus den Felsen herausgehauene Räume und die Zisterne entdecken. Im schmalen Treppenaufgang kann man an einigen Stellen kleine Kreuz- und Menschenkopfreliefs erkennen. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um mittelalterliche Totenkopfsymbole, die den Sterbeort eines Menschen anzeigen. Diese düsteren Zeichen, werden durch Räubergeschichten ergänzt. So belegt die Aussage von Martin Weczke aus Arnsdorf (Arnotice) aus dem Jahre 1435, dass auch Schauenstein ein Räubernest war. Der dortige Hauptmann Hanušek, ein Geselle der Bande von Mikeš Pančíř von Bürgstein, versteckte seine Beute auf einer Burg in der Nähe von Schauenstein. Die Berichte von Räubern enden im Jahr 1443 als zwei Diebe in der Folterkammer zugaben, dass sie mit Hanušek ihre gemeinsame Beute auf der Burg der Wartenberger versteckten.

Da diese Geschichten anziehend wirken, das Kleine Prebischtor nur ein Katzensprung entfernt liegt und sich vom Schauenstein ein herrlicher Blick weit in die Landschaft bietet, wird die Felsenburg alljährlich von mehreren Tausenden Touristen besucht.


Bild: Die Räuberburg Schauenstein oberhalb von Hohenleipa. Foto: J. Laštůvka


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