Königreich der Wälder
Grüne Baumkronen verhüllen fast das ganze Gebiet der Nationalparke Sächsische und Böhmische Schweiz. Die ursprünglichen Mischurwälder fielen aber schon vor langer Zeit unter Axtschlägen der Waldarbeiter zu Boden. An ihrer Stelle pflanzten die Menschen Baumarten, die nicht ursprünglich sind, vor allem Fichten, Lärchen und nordamerikanische Weymouthskiefern.
Im Unterschied zu den gepflanzten gleichaltrigen Beständen der Nadelbäume sind Laub- und Mischwälder eine Oase des Lebens. In Baumhöhlen nisten Eulen, eigene Höhlen bohren Schwarz- und Buntspechte. Das Totholz lockt etliche Insekten- und Pilzarten an. In Laubwäldern der Basaltberge blühen im Frühling viele Pflanzenarten auf.
Die letzten Reste naturnaher Wälder blieben auf hohen Felsen und in unzugänglichen Schluchten erhalten. Kühle und schattige Schluchten sind auch der einzige Ort, wo in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz ursprünglich Fichten gediehen. Zugleich sind sie ein Zuhause von seltener Gebirgsflora und -fauna, vor allem von Insekten, die hier seit der letzten Eiszeit überleben.




