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Naturschutzgeschichte der Böhmisch- Sächsischen Schweiz

Die Bemühungen des Landschafts- und Naturschutzes in der Böhmisch- Sächsischen Schweiz gehen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Das Elbsandsteingebirge beiderseits der Staatsgrenze zwischen Sachsen und Tschechischer Republik bildet nicht nur von der Naturraumausstattung eine Einheit, sondern darüber hinaus wird auch die Entwicklung zu einem gemeinsamen grenzüberschreitenden Großschutzgebiet angestrebt, welches Natur und Menschen gleichermaßen verbindet.


Bild: Morgenstimmung über der Sächsisch- Böhmischen Schweiz.
Foto: Zdeněk Patzelt


Ein Überblick über diesen gemeinsamen Weg und die Geschichte des Naturschutzes ist im Folgenden kurz aufgeführt:

1877: Forderung nach Einschränkung des Sandsteinabbaus in der Nähe der Bastei u.a. Naturschönheiten

1873- 1930: erfolgreiche Einsprüche gegen den Bau von Bergbahnen im Elbtal

1912: erstes flächenhaftes Naturschutzgebiet im Cãnon des Polenztales

1954: Erster Erfahrungsaustausch zwischen sächsischen und tschechischen Natur-schützern über die Möglichkeit der Einrichtung der Sächsische- Böhmischen Schweiz als grenzüberschreitendes Großschutzgebiet. Die Ausweisung als Nationalpark scheiterte allerdings

1956: Daraufhin wurde das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz (36 800 ha) ausgewiesen

1960er Jahre: Vorträge und gegenseitige Besuche mit der Absicht auf der böhmischen Seite ein Landschaftsschutzgebiet einzurichten.

1972: Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes Labské pískovce/ Elbsandsteingebirge (32 400 ha) mit eigener Schutzgebietsverwaltung mit Sitz in Děčín / Tetschen

Seit 1977: regelmäßige gemeinsame Fachexkursionen und reger Erfahrungs-austausch, jedoch geringe Zusammenarbeit zwischen den offiziellen staatlichen Naturschutz-behörden der Länder DDR und ČSSR

1985: Bemühungen von der tschechischen Seite die Sächsisch- Böhmische Schweiz als bilaterales Biosphärenreservat auszuweisen. Dies scheiterte jedoch am Desinteresse der DDR-Regierung

1990: Ausweisung des Nationalparks Sächsische Schweiz (9 350 ha), der zusammen mit dem LSG die Nationalparkregion Sächsische Schweiz bildet

1991: Einreichung der Unterlagen zur Gründung eines Nationalparks Böhmische Schweiz beim tschechischen Umweltministerium durch die Verwaltung des LSG Elbsandsteingebirge

1990er Jahre: Ausbreitung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vom Bereich Naturschutz auf alle Arbeitsbereiche

2000: Ausweisung des Nationalparks Böhmische Schweiz (7 900 ha)

2000er Jahre: Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in gemeinsamen Arbeitsgruppen und Veranstaltungen

2012: Zertifizierung der NPs Sächsische u. Böhmische Schweiz und das LSG Elbsandsteingebirge als trilateraler Transboundary- Park durch die europäische Schutzgebietsvereinigung EUROPARC-Federation für die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit


           Bild: Weiter Blick über das Elbsandsteingebirge. Foto: Václav Sojka


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