Bild: Der Vulkankegel des Rosenbergs / Růžovský vrch. Foto: Václav Sojka


Der Rosenberg (Růžovský vrch) mit seinen 619 m Höhe ist der berühmteste Basaltberg des Elbsandsteingebirges und gleichzeitig die höchste Erhebung des Nationalpark Böhmische Schweiz. Seine fast kreisrunde Kegelform macht ihn zu einem imposanten erloschenen Vulkanberg, der in den ersten Sonnenstrahlen an den japanischen Fudji erinnern mag.

Der obere Teil des Berges wird aus Basalt gebildet, während am Fuße auch Sandstein zu finden ist. Die Basaltader, die durch vulkanische Aktivitäten vor 50 Millionen Jahre im Tertiär entstanden ist, wurde aufgrund ihrer höheren Festigkeit weniger erodiert als der umgebende Sandstein und blieb in der Landschaft erhalten. So können Sie bis heute die für den Basalt typischen sechseckigen Säulen, die bei der Abkühlung von Magma entstehen, beobachten. Solche Basaltsäulen können am besten an der sog. Eisquelle (Ledová Studánka) entdeckt werden. An den Berghängen und am Fuße des Rosenberges finden sich erodierter Basaltkies und Sandstein.

Die Flanken des Rosenberges sind mit einem fast urwaldartigen Laubwald [1] bewachsen, in dem vor allem die mächtigen Buchen und Ahorne beeindrucken. Daneben prägen auch einige alte Bergulmen den urwaldartigen Waldbestand. Berühmt jedoch ist der Rosenberg für seine seltenen Pflanzen [2] am Fuße dieser Bäume, wie z.B. Neunblättrige Zahnwurz, Zwiebelzahnwurz, Waldveilchen, Echter Seidelbast, Gemeiner Schneeball, Frühlings-Platterbse, u.v.m..


Bild: Botanisch interessante Wiesen auch in der Umgebung des Rosenbergs.
Foto: Václav Sojka


Aufgrund seiner geologischen [3] und botanischen Außergewöhnlichkeit wurde der Rosenberg und seine nähere Umgebung seit 1973 mit einer Fläche von 118 Hektar als Nationales Naturreservat (Růžák) unter Naturschutz gestellt. Bei der Gründung des Nationalparks Böhmische Schweiz wurde der Rosenberg in dessen Fläche mitintegriert und wurde neben dem Prebischtor [4] zum Symbol des Nationalparks.

Den ersten Aussichtsturm ließ der Graf Edmund Clary-Aldringen im Jahre 1881 erbauen und ein Jahr später folgte ein hölzernes Berggasthaus. Ein Blitzschlag vernichtete den Aussichtsturm, so dass im Jahre 1893 bereits ein neuer gebaut werden musste. Aber ebenfalls dieser Turm bestand nur wenige Jahre, da ihn ein Sturm 1903 umwarf. Der ein Jahr später errichtete Aussichtsturm existierte dann immerhin bis 1936. Als jedoch das Berggasthaus abbrannte und immer weniger Touristen kamen, wurde der verwahrloste Turm letztendlich abgerissen. Aufgrund des dichten Waldbewuchses ist heute die Aussicht beinahe nur auf die Wintermonate beschränkt.


       Bild: Hohenleipa mit Rosenberg im Hintergrund. Foto: Václav Sojka


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